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Ostermahl der besonderen Art Fechenheim. Zum Osterfest bereiten die Helfer von „Brot & Salz“, die an jedem Mittwoch und Freitag in Fechenheim Lebensmittel an bedürftige Menschen verteilen, traditionell ein Festmahl. Am Karfreitag duftet es deshalb schon im Foyer des Christlichen Zentrums Frankfurt (CZF) in der Salzschlirfer Straße nach Essen. Links ist das Kuchenbuffet aufgebaut. Rechts warten riesige Töpfe auf die Besucher. Es riecht nach frisch gekochten Kartoffeln und Hering. Dazu gibt es Grüne Soße. Nach dem Ostergottesdienst mit Pastor Gerold Wienbeuker kommen die Gäste. Zur wöchentlichen Lebensmittelration gibt es diesmal ein wenig Lebensfreude: Ein kleines Mittagessen, danach noch Kaffee und Kuchen und ungezwungene Plaudereien. Rund 300 Essenspakete verteilen die Helfer jede Woche an Menschen, die sonst nicht genug zum Leben haben, erzählt Jessica Jane Clotten von der „Gemeinnützigen Frankfurter Frauen-Beschäftigungsgesellschaft“ (GFFB), die das Projekt gemeinsam mit Inge Wüstenfeld vom CZF und Günter Ebisch, Sozialbezirksvorsteher für Fechenheim-Nord, ins Leben gerufen hat. „Zwei bis dreimal im Jahr versuchen wir, darüber hinaus etwas Besonderes zu bieten.“ Vorbereitet haben das Essen die Gemeindemitglieder des CZF. Im großen Gottesdienst-Saal im Erdgeschoss haben sie lange Reihen aus Tischen und Bänken aufgebaut. Alles ist frühlingshaft geschmückt. Oben in der großen Küche wird unter der Regie von Ahmed Oedingen das Essen zubereitet. Er ist gelernter Koch und war im vergangenen Jahr selbst auf die Unterstützung von „Brot & Salz“ angewiesen. „Mir ging es nicht gut. Inzwischen habe ich wieder eine Stelle und gebe ein wenig von dem zurück, was ich hier bekommen habe – mit Freude“, erzählt er und schiebt den großen Topf mit dampfenden Kartoffeln zum Aufzug. Für Christina M. und ihre Tochter Juliana (7) (Namen von der Redaktion geändert) sind die Essenspakete von „Brot & Salz“ eine große Hilfe. „Von den Lebensmitteln könnte ich mich fast selbst komplett ernähren“, sagt die allein erziehende Mutter, die mit 1000 Euro monatlich auskommen muss. Bis zu 150 Euro spare sie monatlich. „So kann ich Juliana auch mal etwas Besonderes wie einen Musikkurs finanzieren.“ Ihr gefalle auch die Stimmung in Christlichen Zentrum. „Das ist nicht so chaotisch wie in anderen Ausgabestellen.“ Die Mitarbeiter träfen den Ton. „Es ist eine sehr private Atmosphäre.“ Rund drei Viertel der Besucher seien Stammgäste, erzählt Frau Clotten. „Die meisten kommen aus Fechenheim und dem Riederwald.“ Viele Alleinerziehende, aber auch Rentner oder Großfamilien kämen hierher. „Entstanden ist Brot & Salz, weil es in Fechenheim keine Ausgabestelle der Frankfurter Tafel oder ähnliches gab.“ GFFB und CZF hätten schnell festgestellt, dass sie ähnlich Ziele verfolgen und sich daher mit dem Sozialbezirksvorsteher zusammengetan, um eine Lebensmittelvergabe einzurichten. Viele Lebensmittel bekomme Brot & Salz von der Frankfurter Tafel, andere als Spende von Firmen oder als Bargeld. „Oft müssen wir etwas dazukaufen“, sagt Clotten. Fast immer müssten sie Menschen mit leeren Händen wieder gehen lassen, weil der Vorrat nicht reicht. „Deshalb suchen wir dringend nach Geschäften, die uns unterstützen.“ |
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