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Mit Leib und Seele Pastor Fechenheim. Gerold Wienbeuker ist seit sechs Jahren leitender Pastor des Christlichen Zentrums Frankfurt (CZF), waschechter Ostfriese, begeisterter Fechenheimer, durchsetzungs fähig, leidenschaftlich engagiert und arbeitet gerne im Team. „Ich bin ein Teamplayer und sehe es als meine Aufgabe, unsere Gemeinde zu leiten." Der 45-Jährige hat das Christliche Zentrum Frankfurt (CZF) Ende 1988 mit ins Leben gerufen und setzt sich seitdem aktiv dafür ein. Christlich erzogen und aufgewachsen mit drei Geschwistern in Loquard, einem kleinen Dorf in der Nähe von Emden, kam er nach dem Abitur an einem technischen Gymnasium 1985 nach Oberursel. In der Klinik Hohe Mark absolvierte er seinen Zivildienst in einer von Christen geführten psychiatrischen Klinik. „Ich hatte lange überlegt, ob ich zur Bundeswehr gehe oder einen Zivildienst ableiste. Sehr gerne wäre ich auch ins Ausland gegangen, allerdings gab die Bundesregierung In den 80er Jahren noch kein OK dafür. Ich war der Meinung. dass der Dienst als Zivildienstleistender mich auch persönlich weiter bringen sollte", erzählt Gerold Wienbeuker. Da ich christlich erzogen wurde, war es mir auch wichtig, eine Einrichtung zu finden, der das christliche Menschenbild vorsteht und danach arbeitet." Der Pastor war dann in der Klinik Hohe Mark auf der Station in Verbindung mit Therapie tätig. Er hatte ein Zimmer im Haus "Altkönig" und lebte sozusagen mit den Patienten unter einem Dach. „Das Tolle an dieser Arbeit war, dass auch wir Zivildienstleistenden in die so genannten 'Feedback-Gespräche' mit einbezogen wurden und auch zu den Stationsgesprächen etwas sagen durften. Die behandelnden Ärzte ließen unsere Meinung also nicht ganz außen vor und dadurch lernten wir Zivildienstleistenden auch eine ganze Menge an Erfahrung und an fachlichem Wissen", berichtet Gerold Wienbeuker. Im Anschluss daran bewarb er sich auf einen Studienplatz in der Fachrichtung Medizin und bekam zunächst einen Platz in Marburg. Im Jahr 1987 wurde ihm ein Vollstudienplatz in Frankfurt zugesagt, und er wechselte in die südhessische Metropole. "Seitdem ich in Hessen lebte, war ich auf der Suche nach einer Kirche, die meinen Gemeinsam mit Rudi und Billa Pinke und Andreas und Sabine Hermann entstand die Idee, eine eigene Gemeinde zu gründen. "Wir trafen uns Anfang 1988 regelmäßig in einer Gruppe von etwa 20 Personen und hielten Brainstorming ab. Der Gemeindegründungsprozess währte etwa sechs Monate. Dann war der Name der künftigen Gemeinde gefunden: Christliches Zentrum Frankfurt." Der erste Gottesdienst fand am 2. Oktober 1988 mit etwa 40 Teilnehmern im Naturfreundehaus im Gallusviertel statt. „Über Freunde und Bekannte von unseren Mitgliedern kamen im Laufe der Jahre immer mehr Mitglieder zu unserer Gemeinde." Angebot und Nachfrage ergänzten sich hierbei. „Die Art unseres Gottesdienstes war anders, aber wir verstehen uns in jedem Fall als Freikirche immer als Ergänzung zu den Landeskirchen, ganz sicher nicht als Konkurrenz", betont Gerold Wienbeuker. „Unsere Gemeinde war niemals festgelegt, sondern immer schon sehr experimentell. Wir haben zwei große Merkmale, unsere Gottesdienste und die privaten Hauskreise. Uns bewegt leidenschaftlich der Gedanke, wie sich Kirche im 21.Jahrhundert präsentieren muss. Wir wollen kulturrelevantes Gemeindeleben und die Menschen in unserem Umfeld, in Fechenheim, in Frankfurt und im Rhein Main Gebiet für Jesus begeistern und gewinnen und ihr geistliches Wachstum und ihre persönliche Reife fördern. Wir wollen die Frage der Menschen in unserer Zeit ernst nehmen, aufgreifen und beantworten. Wir sind mehr denn je davon überzeugt, dass Kirche kein Auslaufmodell der Gesellschaft ist, sondern im Gegenteil: Hoffnung für eine Gesellschaft, die Orientierung, Werte, Gemeinschaft, Beziehungen, Halt, gelebte Spiritualität – Gott - benötigt. In einer Zeit, in dem Vieles nicht mehr so zu sein scheint, wie wir es angenommen haben, sind Grundwerte wie Glaube, Liebe, Hoffnung existenziell für ein glückliches und zufriedenes Leben. Gott ist weder tot. noch schwebt er irgendwo auf einer Wolke im Orbit, sondern er ist sehr lebendig und sowohl in unseren Gottesdiensten als auch im Alltag erfahrbar. Ich lade jeden Fechenheimer und Fechenheimerin herzlich ein uns einmal in unserem Gottesdienst am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr in der Salzschlirfer Straße 15 zu besuchen." Seit mehr als zwei Jahren unterhält das CZF die diakonische Arbeit Brot & Salz zusammen mit der GFFB GmbH und dem Sozialbezirksvorsteher Fechenheim Nord. Die Idee hinter „Brot und Salz" ist einfach: Nicht mehr verkaufsfähige Lebensmittel werden vor der sinnlosen Vernichtung bewahrt und an Menschen in schwierigen Lebenssituationen weitergeleitet. Mittlerweile besuchen mehr als 300 Fechenheimer die Lebensmittelausgaben in Fechenheim Nord und Alt-Fechenheim. Seid Anfang des Jahres ist diese Arbeit noch um die Variante eines Cafes erweitert. Jeden Mittwoch von 13 Uhr bis zur Lebensmittelausgabe um 16 Uhr in der Salzschlirfer Straße können die Besucher von „Brot und Salz" Kaffee trinken, Kuchen essen, ein kleines Mittagessen zu sich nehmen, Gemeinschaft pflegen, Gott erleben. Seit einigen Sonntagen kann jeder die CZF Gottesdienste weltweit per Internet live über die Homepage: www.czf.de über „CZF WebTV" verfolgen, sollte es ihm nicht möglich sein, die Gottesdienste hautnah zu erleben. Sie sind die ganze Woche online verfügbar. „Neben unserem Gottesdienst, den wir multimedial und alltagsrelevant gestalten, mögen diese beiden Beispiele unter anderem darstellen, das wir nicht nur darüber nachdenken eine kulturrelevante, Gesellschaftsmitprägende, agierende Kirche des 21. Jahrhunderts zu sein, sondern dies auch leben - ora et labora sozusagen." Neben seinem Engagement im Christlichen Zentrum Frankfurt treibt Gerold Wienbeuker sehr gerne Sport. Das Fahrrad ist sein liebstes Trainingsgerät. Mit dem Tourenrad ist er bis zu dreimal pro Woche jeweils etwa 70 Kilometer unterwegs. „Die Strecke von Fechenheim über Bergen bis auf die Ronneburg zum Beispiel gehört zu meinem Trainingsprogramm" erzählt er. Carola Berthold |
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